Diese Fehler sollten Sie beim E-Mail Marketing vermeiden

Per E-Mail erreicht man Menschen heute schneller als über den Briefkasten vor der persönlichen Haustür. Wenn Mails richtig formuliert werden, sind Empfänger meist auch reaktionsfreudiger. E-Mail Marketing ist daher weit verbreitet. Und doch unterlaufen selbst bekannten Unternehmen dabei ganz einfache Fehler. In die folgenden Fallen sollten Sie nicht tappen.

Effekthascherei in der Betreffzeile zahlt sich nicht aus

Bei E-Mail Marketing wird oft besonders viel Zeit in die Formulierung einer Betreffzeile investiert. Das ist auch gut so. Die damit verbundene Schlagzeile kündigt den Lesern schließlich die E-Mail an. Sie soll Lust darauf machen, den Text auch tatsächlich zu lesen.

Das Problem dabei? Ganz einfach: An der Größe der Ankündigung wird der Inhalt der erhaltenen E-Mail anschließend gemessen. Je ausgefallener die Versprechung umso größer kann auch die Enttäuschung ausfallen. Für die Betreffzeile gilt deshalb eine einfache Faustregel: Witzig sollte sie sein. Aber auch keine falschen Versprechungen machen.

Sträflich vernachlässigt oder gleich ganz vergessen: die E-Mail-Voransicht

Soviel Zeit Unternehmen auf die Gestaltung eines griffigen Slogans für die Schlagzeile verwenden, so wenig wird meist über eine andere Sache nachgedacht: Die Voransicht der E-Mail.

E-Mail-Clients zeigen die ersten Zeilen der E-Mail als Voransicht an. Diese Wörter können wirken. Sie müssen nur richtig gewählt werden. Zeitungen gestalten den Teaser eines Artikels sehr bewusst. Auch E-Mail Marketing kann mit einer sinnvoll gewählten Voransicht beim Leser punkten.

Wo Produkte angepriesen werden, wird oft am Kunden vorbeigeschrieben

Wenn E-Mail Marketing Menschen als Kunden gewinnen soll, muss es diese Menschen gezielt ansprechen. Viele E-Mails aus dem Marketing sprechen jedoch vor allem über eines: ihr Produkt. Darüber wird der Kunde aus den Augen verloren.

Wer Erfolg mit seinem E-Mail Marketing haben möchte, muss dieses als Dialog gestalten. Es sollte eine möglichst genaue Ansprache an die Zielgruppe leisten und dieser nützliche Informationen bieten. Auch konkrete Aktionen für die Lebenssituation einer Zielgruppe lohnen sich.

Werbung muss mehr als nur Werbung sein

Obwohl es auch beim E-Mail Marketing um das Marketing geht, braucht es einen persönlichen Anstrich für den Erfolg. Viele Unternehmen versenden Werbeslogans mit glänzenden Bildern. Diese werden vom Kunden auch als das wahrgenommen, was sie sind: Werbung.

Wer das Interesse von Menschen wecken möchte, muss diesen wesentlich mehr bieten als nur Werbung. Beim E-Mail Marketing kommt es deshalb darauf an, der eigenen Nachricht eine persönliche Botschaft zu verleihen. Sie zieht das Interesse der Menschen auf die Nachricht und öffnet Türen für den Dialog.

Der Call-to-Action ist wichtig – aber er wird überschätzt!

Viele Praxisbeispiele aus dem E-Mail Marketing überfluten den Kunden regelrecht mit Aufrufen zum Einkauf oder zum Handeln. Die vielen Aufrufe sorgen dafür, dass der Kunde am Ende nicht einmal einem einzelnen davon folgt.

Call-to-Action nennt man im Marketing einen gezielten Aufruf zu einer bestimmten Handlung. Dieser ist wichtig. Aber man sollte es mit solchen Aufrufen nicht übertreiben. Ein einzelner oder zwei gezielte Aufrufe erzielen einen besseren Effekt als eine Flut an Handlungsoptionen.

E-Mails können nicht alle Vorteile eines Produkts nennen

Eine Nachricht sollte im E-Mail Marketing nicht das Ausmaß eines Romans annehmen. Viele Unternehmen verschicken aber ausführliche Kampfschriften, die alle Vorteile eines Produkts aufzählen. Das kann abschrecken. Viele Kunden lesen Mails dieser Art auch aus Zeitgründen gar nicht erst durch.

Gutes E-Mail Marketing formuliert Texte kurz und bündig. Es ist besser, einige wenige Vorteile aufzuzählen und diese sehr bewusst auszuwählen. Im Idealfall sollten sich diese Vorteile stark an der Zielgruppe einer Nachricht orientieren.

Der richtige Draht zum Empfänger wird nicht immer gut gepflegt

Manches Unternehmen versendet E-Mails, die mit der Hilfe von html schick gestaltet wurden. Dass manche Kunden die Nachricht in trockenem Textformat aufrufen wird dabei vergessen. Dann kann es schon an der Kontaktaufnahme hapern: Wenn die Mail keinen Text-Link enthält, wird ein Teil der Kunden das Unternehmen nicht kontaktieren.

Beim E-Mail Marketing ist es wichtig, die Nachrichten so zu verfassen, dass sie von unterschiedlichen Endgeräten flexibel abgerufen werden können. Sowohl Nutzer, die Bilder und Buttons abrufen wie auch der Aufruf eines Texts sollte unterstützt werden. Dadurch lässt sich die verschickte Nachricht auch bei langsamer Internetverbindung problemlos abrufen.

Textwüste schreckt manchen Nutzer ab

Umgekehrt machen viele Unternehmen auch einen anderen Fehler: Sie versenden E-Mails, in denen sich kein einziges Bild findet. Die trockene Textwüste hinterlässt bei einem Großteil der Nutzer einen öden Eindruck. Sie beflügelt auch keine Fantasien, die potentielle Kunden mit dem Produkt in Verbindung bringen könnten.

Eine sinnvoll gestaltete E-Mail sollte sowohl einen griffigen Text wie auch ein Bild enthalten. Das Material dafür sollte gezielt ausgewählt werden. Mit einem guten Design wird den Nutzern ein ansprechender sinnlicher Eindruck geboten. Das kann bereits beim ersten Kontakt einen positiven Eindruck vermitteln.

Information zwischen Ebbe und Flut

Ein weiterer gängiger Fehler ist das falsche Maß an E-Mails. Während die einen Unternehmen ihre Kunden regelrecht überfluten, machen die anderen den umgekehrten Fehler. Sowohl eine permanente Benachrichtigung wie auch lange Informationspausen können dazu führen, dass die Zielgruppe die Nachrichten des Absenders nicht mehr liest.

Im Idealfall sollte ein ausgewogenes Aufkommen an Nachrichten verschickt werden. Die Anzahl hängt dabei auch von der Zielgruppe ab. Eine Mail in einem oder zwei Monaten ist jedoch in jedem Fall empfehlenswert. Zudem können bestimmte öffentliche Ereignisse zum Anlass der Verschickung einer Mail genommen werden.

E-Mail-Listen ohne Opt-Out-Gelegenheit

Professionelles E-Mail Marketing bietet Empfängern einer Mailingliste immer auch die Möglichkeit, sich aus dieser Liste selbstständig auszutragen. An dieser einfachen Aufgabe scheitern jedoch bereits viele Unternehmen. Das ist nicht anders, als wenn Unternehmen in Briefkästen Werbung einwerfen, die dies explizit nicht wünschen.

Wenn eine Mail die Möglichkeit zum Austragen enthält, wirkt dies professionell. Die Kunden wissen dann, dass sie sich jederzeit selbst austragen können und werden die verschickten Nachrichten im Zweifelsfall länger lesen. Menschen, die diese per se nicht empfangen wollen, lassen sich weder auf die eine noch auf die andere Art erreichen.

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